365 Tage Anton

Der Tag an dem Anton geboren wurde, begann eigentlich schon in der Nacht zuvor. Jetzt gerade vor einem Jahr saß ich mit Manu und meiner Schwiegermutter im Krankenhaus und habe asiatisches Take-Away gegessen. Um 18 Uhr war die Fruchtblase geplatzt, und wir sind voller Erwartung ins Krankenhaus gedüst. Bis sechs Uhr morgens ist dann erstmal gar nichts passiert, aber dann ging es sehr schnell, und um 11.30 Uhr lag Anton auf meinem Bauch und hat mich mit seinen dunklen Knopfaugen betrachtet.

Ich könnte hier jetzt lang und breit über die Freuden der Geburt lamentieren, aber erstens war es nicht so traumatisch und zweitens geht es diesmal ausnahmsweise nicht um mich. Denn heute hat mein Sohn Geburtstag und ich sage: Hut ab vor diesem kleinen Mann! Denn das ist er jetzt an seinem ersten Geburtstag – die kleinste Version eines Buben. Er hat sich innerhalb von zehn Monaten von einem kleinen Baby in einen kleinen Jungen verwandelt.

Anton war schon sehr früh sehr wach. Es gibt Kinder, die pennen einfach bis sie 12 Monate sind und dann düsen sie los. Für Anton war das nichts. Er hat schon nach sechs Wochen die Augen aufgerissen und schließt sie seitdem nur noch in absoluten Notfällen. Er will schon immer alles wissen. Ich staune über seine akribische Geduld mit der er sich den Dingen widmet, die ihn interessieren. Für ihn gibt es kein: Okay, das kann ich nicht. Egal. Für ihn heißt es: Das geht jetzt noch nicht. Aber ich probiere es gleich nochmal. Das führt dann zwar dazu, dass der kleine  Kerl in einem Milchsee sitzt, weil ich denke: Das habe ich so fest verschraubt, das bekommt der nicht auf. Aber das ist ja dann wohl mein Problem und nicht seines, nicht wahr?

Und wie wir ist er gerne in Gesellschaft. Nicht, dass er die Aufmerksamkeit braucht, nur, dass eben andere da sind. Das sind unsere Eigenschaften, die ich in ihm wiedererkenne. Aber da ist auch schon ganz viel Anton. Das Leben ist für ihn immer jetzt gleich. Im einen Moment ist es furchtbar und dann ist es wunderbar. Und darunter liegt die Leichtigkeit, die ich versuche künstlich herzustellen. Mein Sohn ist zudem noch ein sehr unterhaltsamer Quatschkopf, der nicht müde wird, mir zu beweisen, wie lustig das alles doch ist. Ich freue mich schon auf die kommenden 365 Tage, mein Schatz. Ich liebe dich!

 

2 Gedanken zu “365 Tage Anton

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