Introducing Carla

Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich ja mehr so der Typ Sarkastisch bin, aber in diesem Eintrag kann ich leider nicht damit dienen. Denn heute stelle ich meine Tochter vor: Carla Luisa. Seit zwei Wochen ist sie jetzt Teil dieser großartigen Familie und es fühlt sich an, als wäre sie schon immer da gewesen. Ich bin im Moment so glücklich und dankbar, dass alles gut gegangen ist, dass alle gesund sind, dass wir uns lieben und dass das Wetter endlich besser ist – hehe, doch noch einen eingebaut 🙂

Carla ist fünf Tage nach Termin gekommen. Ich habe zwar versucht, alles zu ignorieren, was mit Geburt zu tun hat, aber am vierten Tag nach dem Termin bin ich schon fast wahnsinnig geworden vor lauter: „Komm bitte endlich raus, kleine Maus!“ Rettung brachte mein Sohn. Anton hat sich an diesem regnerischen Sonntag das erste Mal zur bevorstehenden Geburt geäußert. Ich habe vorher schon öfters mit ihm darüber gesprochen, dass Carla bald aus dem Bauch herauskommt, ich dann ins Krankenhaus gehe und dann die Omas kommen. Aber er hatte bis dahin nie einen Kommentar dafür übrig. Und dann ist alles aus ihm heraus geplatzt. Er hat sich an mich geklammert und mir gesagt, dass er nicht möchte, dass ich ins Krankenhaus gehe und dass die Carla doch nicht kommen soll. Es hat mich sehr berührt, wie viele Sorgen er sich um mich macht. Dabei ist er doch erst 2 Jahre alt. Sein Geständnis hat mich von allem anderen abgelenkt.

Nach einem heißen Bad bin ich dann ins Bett und zwei Stunden später wieder aufgewacht von drei recht ordentlichen Wehen und dem Gefühl, dass ich auslaufe. Nach der vierten Wehe habe ich dann Manu aufgeweckt. 45 Minuten später standen wir schon im Kreissaal. Diagnose: Blasensprung und Geburtswehen. Manu und ich haben dann zwei Stunden geratscht, während ich die Wehen weggeatmet habe. Und dann um 5 Uhr nichts mehr. Absolut gar nichts. Um 6.55 auch noch nix. Und dann kam die Ärztin und hat bei 5 cm Muttermund das magische Wort „Wehentropf“ gesagt. Kaum war sie zur Tür raus, ging es los. 100-Meter-Sprint nix dagegen. Nach 25 Minuten habe ich zwischen meinen sonstigen Geräuschen noch ein „Hebamme“ rausgeschrien, die kam aber schon gelaufen. Es scheint wohl einen Unterschied zwischen Eröffnungs- und Presswehen-Schreien zu geben. Um 7.37 Uhr war sie da, meine wunderschöne Tochter.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich heilfroh bin über diese heftige und extrem kurze Geburt. Denn beim zweiten Mal weiß man ja, was das für Schmerzen sind und da sagt man schnell: Mhm, noch schnell ein Käffchen und dann erst los? So hatte ich aber keine Zeit zum Ignorieren und Weglaufen, Carla war einfach schneller wie ich.

Wir sind jetzt im Familienalltag angekommen. Es ist alles weitaus weniger schlimme, wie ich dachte. Anton ist entzückend und sehr interessiert. Allerdings stimmt es schon, die jüngeren Geschwister müssen schon mehr aushalten. Carla nimmt es sportlich. Aber dazu nächstes Mal mehr.

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