Liebe und Waschkörbe

Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man Dinge sagt wie „vor zehn Jahren“ oder sogar „vor 20 Jahren“ und man war dann auch kein Säugling mehr. Huch, jetzt geh ich mal schnell diesen sündhaft teurem Concealer auflegen, sonst fühle ich mich doch alt. Vor zehn Jahren habe ich Manu kennengelernt; um mal tief in die Klischeekiste zu greifen: Wir haben uns bei einer Betriebsfeier kennengelernt, bei der Weihnachtsfeier wiedergetroffen und dann mal nach der Arbeit auf ein Bier getroffen. Spannender wird das jetzt nicht. Höre ich also auf mit der Einleitung.

10 mal 365 Tage davon 5 mal 365 verheiratet: Das sind eine eine Menge Wahrheiten, eine Menge Liebesbekundungen, eine Menge Eigenheiten und trotzdem liebe ich diesen Ehemann wie verrückt. Obwohl er fast täglich seine volle Kaffeetasse im Kinderzimmer versteckt. An Stellen, an denen ich sie erst entdecke, wenn ich sie schon runtergeworfen habe. Warum macht er das? Braucht er mehr Aufmerksamkeit? Zugegebenermaßen denke ich beim Wegwischen sehr viel an ihn. Aber nicht in den goldensten Tönen.

Wenn man so lange zusammen ist, muss man aufpassen, dass man sich nicht auf den Sack geht. Vor allem, wenn man Kinder hat, passiert das schnell. Als Anton geboren wurde, hat es des öfteren gekracht. Kinder nehmen keine Rücksicht. Können sie ja nicht. Aber wir waren das nicht gewöhnt. Als Carla kam, war es nicht so schlimm, aber die Alltagsrythmus hat nochmal Tempo aufgenommen. Trotzdem sind wir noch wir beide. Das macht mich sehr stolz. Ist aber auch Arbeit. Wenn man mal zwei Wochen nicht richtig geschlafen und täglich 12 – 15 Stunden Kinderdienst hat, gewürzt mit gefühlten 0 Minuten Alleinezeit, dann kann sich das Gefühl gepflegten Welthasses einschleichen. Da nicht die Nerven zu verlieren und den Respekt zu wahren, fällt mir manchmal schwer. Es muss auch mal jemand anders Schuld sein. Mein Rezept: Sobald Manu zu Hause ist, dampfe ich in den Keller ab und lege Wäsche zusammen. Das mache ich gerne. Das ist mein Ding. Andere machen Wellness, ich die Wäsche. Was auch hilft: die Kinder mal grausam 3 Stunden alleine zu lassen und Cocktails zu trinken in der Grattelkneipe am Fuße des Berges, weil man hält es ja doch nicht lange aus ohne die Pupsies. Oder jeder nimmt sich mal eine Abend frei und trifft sich mit Freunden. Das hilft und lockert die Athmosphäre wieder auf.

Ach so, und außerdem ist Manu halt ein heißer Feger. Und ich mag heiße Feger. Er ist natürlich auch witzig und intelligent und blablabla aber vor allem ist er halt ein süßer Typ. Und da bin ich froh, dass ich so oberflächlich bin, denn dann bleibe ich einfach für immer bei ihm und zeige stolz diese größte Trophäe in meinem Schrank.

So und jetzt schnell einen Ballerfilm schauen, sonst wird das hier noch zu romantisch. Ist ja Ostern, sollte genügend im Fernsehen laufen. Gute Nacht ihr Lieben.

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2007 bei der Abifeier meines Bruders: Meine Güte, dieses Samtjackett. Hihi

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Wir sind halt Poser. Kann man nicht ändern, muss man umarmen.
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Hochzeitstag am 11.11.2011. Ach, war das eine Spitzenparty
Anton (46)
3. Tag zu dritt. Ein kleines Baby, zwei große Babys.
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New York. Ach, können wir nicht gleich wieder hin?

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3 Gedanken zu “Liebe und Waschkörbe

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