#stayhome4

Manchmal ist das Leben fast schon barbarisch sarkastisch. Letzte Woche breite ich hier noch meine abstrakten Ängste und so weiter aus, dabei steht das, vor dem ich mich wirklich fürchten sollte, schon direkt hinter mir. Ich will das hier gar nicht weiter ausbreiten, aber meine Tochter ist krank. Zwar ohne Fieber aber doch so ernst, dass es keinen Spaß macht, auf Ergebnisse warten zu müssen. Wir sind an der Bürokratie des Krankensystems gescheitert, das sich zur Zeit noch mehr als sonst als verschlossen und finanzgesteuert zeigt und warten jetzt in der Hoffnung, dass es nicht schlimm wird, die Feiertage ab.

Diese Woche war also von vielen Autofahrten, Arztgesprächen und der Suche nach einem Antibiotikum geprägt. Das wird in seinen Rohstoffen in China und Indien hergestellt und die liefern zur Zeit nicht so wie gewohnt. Wie dünn die Schicht ist, in der unser Wohlstand und unsere Sicherheit verankert ist, macht sich jetzt bemerkbar. Ist die Suche nach Klopapier ja noch ganz unterhaltsam, ist es die Suche nach einem Medikament eher nicht.

Dafür sind die Masken angekommen, die mir Vivien Holm genäht hat. Eigentlich macht sie sonst die tollsten Taschen, aber jetzt eben auch Masken in den schönsten Farben. Mit einer davon bin ich auch gleich einkaufen gegangen und es war so anders. Da jetzt viele Masken tragen, entsteht so der äußere Eindruck, dass viele es auch ernst nehmen. Auf der anderen Seite bin ich zweimal angerempelt worden und das entspricht ja keinesfalls der Abstandsregel. Wir werden uns noch daran gewöhnen müssen, wie das so läuft.

Meine Kinder sind inzwischen richtige Wildlinge geworden. Sie verschwinden einfach irgendwohin. Ich finde sie dann an Orten wieder, die ich vor vier Wochen noch als verboten definiert hätte. Aber wer will in solchen Zeiten schon kleinlich sein; sie erobern die Welt. Wenigstens haben sie den Luxus, das diese nicht schon an der Haustür endet. Auf der anderen Seite muss ich zugegeben, dass ich nach 28 Tagen: „Mama, Mama, Mama, Maaaammmmaaaaaa!!!“ gerne selbst an einen verbotenen Ort verschwinden würde. Ende der nächsten Woche ist auch das Ende der Kita-Schließung. Aber es scheint mir so, als wäre das ein Datum, wie das des errechneten Geburstermins. Das sind Zahlen, die ohne Bedeutung sind, außer man hat den Termin für den Kaiserschnitt schon ausgemacht.

Dazu noch der passende Scherz.

Unsere Woche in Bildern:

Anton ist im Insektenfieber: Herrlich, diese Mischung aus Ekel und Faszination.
Hahhh….
Puh!!! Geht auch ohne Pusteblume
Wir haben die Grillsaison eröffnet.
Und die Kinder in die Kunst des Bum-Bum-Eis eingeführt. Echte Lebensstunden!
Indoor gab es Lesestunden…
… Kapla-Schlösser sind enstanden.
Outdoor gab es Kunsterfahrungen im Oster-Style.
Ausflüge zu viert.
Inklusive Suchrätsel.
Anton hat erstmal Rosi mitfliegen lassen …
… und dann auch Carla.
Mich hat er auch zu einem Radlausflug eingeladen.
Zum Freisinger Klärwerk. Echter Romantiker, der Typ!
Prost, ihr Lieben 😉

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