#stayhome 8…0000

Pffffffff. Das stetige feste Ausatmen sämtlicher Luft aus meinen Lungen und dem anschließenden festen Einatmen mit dem gleichzeitigen nach oben Werfen der Arme ist sicherlich die eine Bewegung, die ich seit Anfang dieses Zustandes am Häufigsten mache. Ich weiß nicht, ob heute Montag, Donwoch oder TagTagTag ist. Es ist mir auch egal.

Wir hatten jetzt mal drei Wochen fast schon normalen Stress. Jeden zweiten Tag waren alle mal nicht da für ein paar Stunden und ich alleine. Das hat schon gut getan. Andererseits zeigen ja solche Pausen erst richtig, wo man eigentlich steht. So akkumäßig. Mir war schon klar, dass die Mädels auch bald was aus dem Kindergarten mit nach Hause bringen würden. Die Kinder tragen keine Masken, das Immunsystem freut sich über Arbeit und zack sind wir dann nach drei Wochen auch alle umgefallen wie die Dominosteine. Und wie im vergangenen Jahr ebenfalls eine Woche bevor Corona die Kindergartengruppe dann komplett geschlossen hat. Wir haben kein Corona. Wir fahren jetzt immer an den Flughafen und testen uns frei. Für uns selbst. Für die Oma. Für diese ganzen Honks, die den ganzen Tag noch geistigen Durchfall von sich geben. Aber mein nicht vorhandener Botoxfond freut sich über meine neue unschlagbare Methode der geistigen Versunkenheit: Puzzeln!

Und hier stelle ich doch so etwas wie Evolution an mir fest. Denn mein aktuelles Projekt ist ein 1000-Teile Puzzle mit einem wunderschönen Motiv von Peter Pan. Ich habe fast 2 Stunden gebraucht, bis der Rand fertig war. Im Januar 2020 wäre ich dann auch schon durch gewesen mit diesem unschaffbaren Projekt. Aber nicht so in 2021. Ich habe mich fortentwickelt. Meine Schmetterlingsflügel sind geschmiert mit dieser klebrigen Mischung aus unendlicher Geduld und dem unbedingten Willen nicht dem ewigen „Mama“ nachzugeben, das mich seit etwa 28 500 265,5 Sekunden begleitet. Nein. Ich gebe nicht auf. Wie in der achten Klasse in der Matheschulaufgabe arbeite ich mich von der leichtesten Aufgabe (Gesichter, klare Formen) über die anspruchsvolleren (Farbflächen aber dennoch abgegrenzt) zu den lächerlich, schweren (eine weichgezeichnete Wasseroberfläche – come on!). Das Puzzle liegt als Störfaktor auf dem Esstisch, es wird regelmäßig an der einen oder anderen Stelle zerstört. Aber jeden Tag setze ich mich hin, nehme Hand für Hand eine neuen Haufen Puzzleteile heraus und suche nach neuen Verbindungen. Und finde welche. Wie dumm wäre ich also jetzt aufzugeben! Niemals.

Ich wünsche euch einen schönen Abend!

Dieses Puzzle gehört mir gar nicht. Eine bewunderswerte Frau hat es mir gebracht, weil sie mich mag. Wieviel Glück kann ich haben?

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