Dicker, du dicker Bau-au-auch!

Es ist 15.20 Uhr, Carla schläft seit fünf Minuten – das sind die Chancen, die man ergreifen muss. Das oder duschen, aber man muss Prioritäten setzen. Ich wollte mal mein Best of Pregnancy and Birthing präsentieren, bevor das wieder ein alter Hut ist.

Gelüste und Kotzattacken

Als Anton unterwegs war, hatte ich natürlich viel Zeit, alle körperlichen Veränderungen zu bemerken und zu feiern. Insgesamt war die Schwangerschaft unkompliziert. Mir war am Anfang oft flau, aber dagegen haben Tomaten, Salzkartoffeln und Hüttenkäse super geholfen. Bei Anton habe ich noch sehr stark darauf geachtet, nichts Rohes zu essen. Bei Carla war ich da schon weniger streng. Allerdings hatte ich gerade im ersten Trimester solche Gelüste nach Salami und Lachs, dass ich es einfach essen musste. Das muss jeder selbst entscheiden. Überhaupt war die zweite Schwangerschaft schon eine andere Nummer. Ich musste quasi 40 Wochen kotzen. Am Anfang, weil mir ständig schlecht war, am Ende, weil ich ständig Sodbrennen hatte. Vielleicht liegt das an den Hormonen, dass ich die Jungs besser vertrage? Geholfen hat gegen die Übelkeit, ehrlich gesagt, am besten, dass ich mich übergeben habe. Gegen das Sodbrennen lauter Dinge, die mir keinen Spaß machen: Wasser ohne Sprudel, keine fetten Lebensmittel, keine zu zuckerhaltigen Lebensmittel. Was da noch übrigbleibt, das könnt ihr euch ja selbst ausmalen. Allerdings habe ich in der 20. Woche angefangen, jeden Tag fast einen Liter Milch und alkoholfreies Weißbier zu trinken. Das hat nicht nur die Gelüste gestillt, sondern auch super gegen die Wadenkrämpfe geholfen – besser als diese Tabletten. Die Nebenwirkungen davon dürft ihr gerne selbst recherchieren. Nur soviel: Genau was man braucht, wenn man eh schon nicht mehr körperlich bei 100 Prozent ist.

Style the bump – Pfleg the bump

Ich liebe meinen schwangeren Körper. Ich finde, so eine Kugel steht mir richtig gut. Außerdem bin ich nie alleine und habe immer was ganz Süßes dabei. Da ist es obligatorisch, dass ich diesen Körper, der mir schon zwei Kinder geschenkt hat, pflege. Damit die Kugel immer schön geschmeidig bleibt, habe ich sie ab Woche drei immer schön eingeölt. Das absolut beste Öl ist zugleich das teuerste: Clarins Huile „Tonic“ – es zieht schnell ein, hält lange vor und riecht hervorragend. Auch gut: Primavera Ingwer Limette Öl – das hält zwar nicht so lange, ist aber herrlich erfrischend. Mein Tipp für Schweißattacken dank der eingebauten Heizung: den Körper mit einem eiskalten Waschlappen mit etwas Weleda Rosmarin Aktivierungsbad abreiben. Das erfrischt und riecht fantastisch. In Sachen Styling bin ich meinem Lieblingsmuster, den Streifen treu geblieben. Außerdem habe ich auch oft enge Jerseykleider angezogen. Wann kann man schon mal solche Kurven präsentieren? Besonders hilfreich, auch nach der Geburt, finde ich die Stilunterhemden. Meine Schwachstelle ist der Bauch. Wenn der kalt wird, werde ich krank. Mich friert es ja schon, wenn ich andere Mamis beim Stillen sehe, und deren Rücken frei ist. Brrr. Die besten sind von H&M. Bin zwar kein Fan dieser Firma, habe aber nichts Vergleichbares in Fairtrade gefunden.

Ha-Ha-Hecheln, Bitte!

Die Geburt von Carla war eine superschnelle Nummer. 30 Minuten, da kann man nicht klagen. Bei Anton hat es mit 6 Stunden auch nicht ewig gedauert. Hier Tipps zu geben, finde ich sehr schwer, denn jeder hat ein anderes Schmerzempfinden. Ich kann mich ziemlich lange quälen. Und jedes Mal, wenn es mir zu viel geworden ist, war es auch schon fast vorbei. Was mir geholfen hat, war mental in mich zu versinken. Ich habe bei jeder Wehe und jedem tiefen Atmen gedacht: „Weit, auf, weit, auf! Weiter!“ Nicht besonders tiefgründig aber einfach genug, um sich darauf zu konzentrieren. Ich fand es super, dass mein Ehemann da war und mich bewundert hat. Ein bissl Publikum hat mir schon immer geholfen, einen guten Auftritt hinzulegen. Ansonsten hat Manu sehr gut mitgearbeitet, indem er mich nicht genervt hat, sondern brav alles gemacht hat, was ich ihm gesagt habe. Zum Beispiel erstmal eine Cola holen und dann ganz schnell die Hebamme, weil  – ups – ich glaube, das Kind kommt  JETZT!!! Beim Vorstellungsgespräch in der Klinik habe ich darum gebeten, klare Anweisungen von der Hebamme zu bekommen. Und das hat sie auch gemacht: Rauf aufs Bett! Pressen! Hecheln! Ha – Ha – Ha! Meine Güte, wenn ich nicht gerade solche Schmerzen gehabt hätte, hätte ich mich gekringelt vor Lachen, wie ich da auch dem Bett vor mich hin ge-haaaa-t habe.

Zu guter Letzt möchte ich allen werdenden Müttern noch mit auf den Weg geben, dass die Geburt wirklich traumatisch ist, für die einen mehr im positiven Sinne, für die anderen im negativen. Es ist nicht die schönste Sache der Welt, denn es tut weh. Man geht über seine eigenen Grenzen heraus. Weit hinaus. Die Belohnung ist die beste, die es gibt. Und ehrlich gesagt sind der Schlafmangel und die Überforderung, die sich drei Wochen später offenbaren, viel anstrengender. In diesem Sinne: Hei-Hei-Heiter weiter!

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